Checkliste für individuelle Markenprodukte
Ein sinnvoller Auftrag für individuelle Produkte beginnt mit einem vollständigen Produktbrief und endet mit einer gemeinsam freigegebenen Spezifikation. Diese Checkliste umfasst Produkteignung, Artwork, Mengen, Freigaben, Lieferantenofferte und Lieferung.

Individuelle Markenprodukte erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Ausstattung für einen Anlass, Teamkleidung, eine Vereinskollektion oder ein Geschenk. Die Details unterscheiden sich, doch die Planungsfrage bleibt gleich: Was soll für wen bis wann hergestellt werden, und wer darf es freigeben? Ein schriftlicher Produktbrief hilft dem Team beim Vergleich und gibt dem Lieferanten die nötigen Angaben zur Machbarkeitsprüfung.
Nutzen Sie diese Checkliste, bevor Sie ein Design festlegen oder eine Offerte annehmen. Sie dient der Vorbereitung und verspricht nicht, dass jedes Produkt, jede Veredelung oder jeder Liefertermin verfügbar ist.
1. Zweck und Zielgruppe festlegen
Notieren Sie Anlass, Zielgruppe und Verwendung. Ein Shirt für ein Arbeitsteam braucht eine andere Passform- und Pflegeprüfung als ein Werbegeschenk für einen Tag. Eine Geschenkverpackung muss möglicherweise ein weiteres Produkt aufnehmen. Klären Sie, ob der Artikel intern genutzt, verkauft oder bei einer Veranstaltung abgegeben wird. Das beeinflusst Menge, Verpackung, Kennzeichnung und Freigabe.
Bestimmen Sie eine Person, die Rückmeldungen bündelt, und eine Person, die die finale Spezifikation freigibt. Bei mehreren Abteilungen oder Sponsoren klären Sie vor Abschluss des Artworks die Zuständigkeit für Namen, Logos, Farben und rechtliche Texte.
2. Das Produkt anhand konkreter Anforderungen auswählen
Beginnen Sie bei den physischen Anforderungen: Masse, Grössenauswahl, Materialpräferenz, Einsatz und allfällige Sicherheits- oder regulatorische Vorgaben. Vergleichen Sie die genaue Produktreferenz und Spezifikation statt nur Kategoriebezeichnungen oder Werbebilder. Fragen Sie nach unterstützten Varianten und Veredelungsverfahren.
Fordern Sie bei Bekleidung die produktspezifische Grössentabelle an und prüfen Sie, soweit verfügbar, ein Passformmuster. Bei Verpackungen kontrollieren Sie Innenmasse, Konstruktion und Stanzkontur. Bei Trinkgefässen klären Sie Fassungsvermögen, Verschluss und Pflegehinweise. Eine ähnlich aussehende Alternative hat nicht automatisch dasselbe Material, dieselbe Druckfläche oder Mindestmenge.
3. Artwork und Nutzungsrechte vorbereiten
Sammeln Sie die bestmöglichen Ausgangsdateien für Logo, Illustrationen und Texte. Vektordateien können die Skalierung erleichtern. Akzeptierte Formate, Farbreferenzen, minimale Linienstärken und Druckvorbereitung hängen jedoch vom Verfahren des Lieferanten ab. Fragen Sie nach den Anforderungen für das ausgewählte Produkt, statt eine allgemeine Regel für Auflösung oder Farbprofile anzuwenden.